2010/2011 Sanierungs-Probleme und die Lösung

Hier der Bericht der "NEUE WESTFÄLISCHE" (2010 Neue Westfälische Bielefelder Tageblatt (SH), Freitag  05. Februar 2010) zu den Sanierungsproblemen:

"Ein Traum wird zum Alptraum
Es fehlt die positive Nachricht aus Düsseldorf
VON SUSANNE LAHR

Schloß Holte-Stukenbrock. „Ich wage noch gar nicht darüber nachzudenken“, sagt Reinhard Bogdan. Was wäre, wenn das Land Nein sagt, die Hälfte der Kosten zur dringend notwendigen Sanierung des ev. Kindergartens „Laubhütte“ zu übernehmen? „Dann müssten wir ganz neu überlegen.“ Jetzt ist der Pfarrer erst einmal froh, dass nach dem Kreis auch die Stadt jeweils 25 Prozent der geschätzten Kosten von 335.000 Euro zu übernehmen bereit ist. Unter einer Bedingung.

Und die lautet, dass die Gesamtfinanzierung der Sanierungskosten durch die Kirchengemeinde sichergestellt sein muss. Doch ohne die 167.500 Euro Landeszuschuss (50 Prozent) geht nichts. Die Stadt hat es im Familienausschuss am Dienstagabend abgelehnt, diese Summe gegebenenfalls vorzufinanzieren. Darum hatte das Kreiskirchenamt Gütersloh/Halle im Namen der Gemeinde gebeten.

Die Kindertagesstätte „Laubhütte“ an der Lindenstraße ist erst 1998 eingeweiht worden. Der Bau hat damals rund 600.000 Euro gekostet. Nur fünf Jahre später musste die Kita bereits das erste Mal für 80.000 Euro renoviert werden, da gravierende Wasserschäden aufgetreten waren. Damals gab es einen gerichtlichen Vergleich, mit dem die Kirchengemeinde alle weiteren Gewährleistungsansprüche aus der Hand gegeben hat. 50.000 Euro finanzierte die Gemeinde aus eigener Tasche.

Die damals angenommenen Schadensursachen waren jedoch falsch, so dass aus dem einstigen Traum eines Kindergartens ein Albtraum geworden ist. Die Außenhülle ist undicht, ebenso die Dachverglasung. Sie müssen genauso überarbeitet werden wie die Sockelpunkte und die Geländeanschlüsse, die nach Aussage eines Gutachters „anscheinend ohne Detailplanung und zusätzlich noch in äußerst miserabler handwerklicher Ausführung hergestellt wurden“.

Reinhard Bogdan ist noch heute entsetzt darüber, dass der renommierte Architekt, der nach seinen Worten sogar die Bundesregierung berät, „solche grundsätzlichen Konstruktionsfehler begangen hat“. Die ausführende Baufirma ist in der Zwischenzeit insolvent. „Eine einzige Katastrophe“, bilanzierte der Pfarrer bereits im Herbst vergangenen Jahres, der in dieses vernichtende Urteil auch den Anbau einbezieht, der mit Blick auf die U3-Betreuung im April 2007 eingeweiht worden ist. „Doch was soll man tun, wenn man sich auf die Informationen der Fachleute nicht verlassen kann“, sagt Reinhard Bogdan ziemlich resigniert.

Eine halbwegs gute Nachricht ist es da, dass „eine dauerhafte Sanierung des Kindergartens Laubhütte möglich ist“. Zu diesem Ergebnis kommt der heimische Planer Volker Weege, der auch das Sachverständigengutachten zu den Mängeln noch einmal unter die Lupe genommen hat. Nach einer fachgerechten Schadensbeseitigung hätte demnach die Kita noch eine Lebensdauer von 25 Jahren.

Weege hält die geschätzten Sanierungskosten von 335.000 Euro für realistisch, schlägt aber vor, für bislang unvorhersehbare Arbeiten noch 15.000 Euro vorzusehen. Diese „Reserve“ müsste von der Ev. Kirchengemeinde getragen werden.

Diese wartet jetzt sehnsüchtig auf eine Nachricht aus Düsseldorf. Sie möchte schnellstmöglich mit der Sanierung anfangen. „Provisorisch haben wir etwas gegen die Nässeeinbrüche getan“, sagt Pfarrer Bogdan. „Aber das hält nur diesen Winter.“ Es würden auch regelmäßig Luftproben genommen, um eine Gesundheitsgefährdung auszuschließen".

Juni 2010 Startschuss für die Sanierung

Die geschätzten 335.000 Euro Sanierungskosten waren doch ein paar Tonnen Steine, die jetzt nach Finanzierungszusagen geräumt werden können-

Hier der Bericht der "NEUE WESTFÄLISCHE" (2010 Neue Westfälische Bielefelder Tageblatt (SH), Freitag  18. Juni 2010) zu den Sanierungsproblemen:

 

Von tonnenschwerer Last erlöst
Land sagt endlich Geld für die Laubhütte zu

Schloß Holte-Stukenbrock (tee). „Von mir aus vorgestern.“ So lautete gestern die Antwort von Pfarrer Reinhard Bogdan auf die Frage, wann der Startschuss für die Sanierung des Laubhütte-Kindergartens der Evangelischen Kirchengemeinde fallen soll.

„Ein paar Tonnen Steine“ sind Bogdan und anderen Verantwortlichen der Kirchengemeinde dank der Nachricht vom Himmel gefallen, dass das Land jetzt definitiv die Hälfte der Sanierungskosten von geschätzten 335.000 Euro übernimmt. Auf diese Nachricht musste seit Ende März gewartet werden. Die erforderlichen Maßnahmen zur Sanierung des Kindergartens sind bereits ausgeschrieben. Wünschenswert, so Reinhard Bogdan, wäre es, wenn mit den Arbeiten noch vor den Sommerferien begonnen werden könnte.

Wie berichtet, ziehen die Fassaden des Holzbaus an der Lindenstraße in Stukenbrock Wasser, Wasser dringt ebenfalls durch die Böden, und Undichtigkeiten finden sich auch im Dach. An solche gravierenden Schäden hatte die Kirchengemeinde nicht im Traum gedacht, nachdem der 1998 eingeweihte Kindergarten schon nach fünf Jahren wegen erheblicher Baumängel renoviert werden musste. Einen Teil der Kosten zahlte der Architekt, den Löwenanteil aber die Kirchengemeinde, und es gab einen Vergleich, der jedwede weitere Gewährleistungsansprüche ausschloss. Fatal, wie sich dann herausstellte, zumal die Baufirma, an die sich die Kirchengemeinde eventuell noch hätte halten können, in Konkurs ging.

Nachdem das Land jetzt die Hälfte der Sanierungskosten zahlt, übernehmen der Kreis Gütersloh und die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock je 25 Prozent. Sie hatten ihre Finanzhilfe an die Zusage Düsseldorfs gekoppelt. Hätte das Land Nein gesagt, stünde die Kirchengemeinde ohne einen Cent für die Sanierung des Zwei-Gruppen-Kindergartens da, der als Teiltagesstätte geführt wird und gerade für sein spezielles pädagogisch-ökologisches Konzept ausgezeichnet wurde (die NW berichtete gestern).

 

NW am 25. Januar 2011: Sanierung so gut wie abgeschlossen

Nach Sanierung: Laubhütte feiert

Die vor knapp einem Jahr gestarteten Sanierungsarbeiten an unserem Kindergarten „Laubhütte“ sind abgeschlossen.

Das wurde in der „Laubhütte“ am Samstag, 28. Mai 2011 kräftig gefeiert. Das Fest stand unter dem Motto: „Hand in Hand für die Laubhütte“ und begann um 15 Uhr mit einem kleinen Gottesdienst in der Friedenskirche . Danach konnte der Kindergarten besichtigt werden. Für die Kinder gab's verschiedene Spielmöglichkeiten, und eine Cafeteria hatte geöffnet.

Und so berichtete die NW am 31. Mai 2011

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